Radkappen VS Alufelgen VS AluCaps

Ca. 200.000km sind wir mit Radkappen auf Stahlfelge unterwegs, auf vier verschiedenen Wohnmobilen. Warum ab jetzt Alu-Felgen drauf sind, ist einfach… sie sehen nicht nur gut aus – sie sind auch viel sicherer als Radkappen.

Hier geht es um die Optik, so viel ist klar. Wer mit Stahlfelgen klar kommt und ihm egal ist wie die Karre aussieht, der braucht nicht weiter lesen 😉

Wir konnten mit der Stahlfelge nicht leben, also haben wir uns nach Radkappen umgesehen. Firma Goldschmitt hatte eine schöne Alternative im Angebot. Alucaps! Die Teller sehen gut aus und machen einen wertigen Eindruck.
Kaufen ist aber ein Problem, da Goldschmitt die Caps aus dem Programm genommen hat. Aber auf dem Markt gibt es noch genug Möglichkeiten ein paar gebrauchte oder beim Händler liegen gebliebene zu ergattern. Das haben wir gemacht und unsere Arto mit „schönen Beinen“ ausgestattet.

Der Vorteil ist bei Sommer- und Winterreifenwechsel ist es prima, die Kappen zu wechseln und immer gut auszusehen.
Soweit die Theorie. Die Alucaps haben wir gekauft und montiert. Die Montage gestaltet sich etwas kompliziert, da eine Montageplatte an den Stahlfelgen angebracht werden muss, um die Alucaps mit 2 Plastik Muttern festzudrehen und zu arretieren. Das klappt mit Zeit ganz gut, da nur drei von 5 Schrauben von der Felge gelöst werden müssen.
Sind die Caps dann drauf, gestaltet sich das Reifendruck prüfen recht schwierig, da ich es nicht geschafft habe Ventil und Aussparung in der gewünschten Position übereinander zu bekommen. Also zum Reifendruck prüfen muss die Alucap ab. 

Lästig und vor allem kommt hier leider eine Eigenschaft der PVC Muttern ins Spiel: Sie nutzen sich flott ab.
Die Muttern „lutschen“ aus. Auch der spezial Schlüssel von Goldschmitt, um die Muttern zu lösen, dreht durch und die Kappen bleiben drauf. Jetzt kommt noch hinzu, dass die KFZ Profis, die gelegentlich zum Arbeiten die Reifen entfernen müssen, nicht die nötige Ruhe haben diese sensible Mutter mit Gefühl zu lösen. (Also lieber immer selber vor der Werkstatt demontieren.)
Ersatzteile? Fehlanzeige, da die Produktion ja eingestellt ist. So langsam dämmert uns, warum das so ist. Ein netter Kollege aus dem NBEC hat mir noch ein paar Muttern geschenkt und einige Zeit konnten wir die echt netten Caps weiterfahren.
Aber auch mit größter Sorgfalt, waren auch diese fast hin. Zu vergessen ist zudem nicht, dass sich eine Reifenpanne ereignen kann (nachts, bei Nieselregen und nahe den Gefrierpunkt, wie üblich) auch hier müssen die Dinger runter. So sind unsere Alucaps in einer Internet Auktionsbörse als Ersatzteile versteigert worden und unser Arto fährt auf Stahlfelgen rum.

Ende? Neeee – eine ausführliche Recherche hat ergeben, dass es noch eine andere Art der Goldschmitt Alucaps gibt. (Produktion auch eingestellt) Diese werden mit den original Radmuttern sofort in der Felge verschraubt. Gekauft!
Auch hier gestaltet sich die Montage nicht ganz optimal, denn hier will auch das Ventil nicht mit der Aussparung übereinander kommen. Losfahren und alles ist gut …. aber das Quietschen und schleifende Geräusch macht uns etwas Sorgen. Wo kommt das denn her? Die Alucaps liegen nicht nur auf der Stahlfelge auf, sondern auch am Reifen an. Liegt es am Reifendruck (den haben wir etwas herabgesetzt, um besseren Fahrkomfort zu erlangen)? Die Reifen sind bauchiger und es quietscht bei jeder Umdrehung? 500km weiter sind wir nach einigen Gedanken zum Thema zu genervt und bauen die ganze Geschichte ab.
Die Caps haben deutliche Spuren in Form von Rillen in den Flanken der Reifen hinterlassen. Wir entscheiden uns, auch diese Dinger zu versteigern ….. evtl. hat ja jemand einen anderen Reifen oder mehr Sachverstand und er wird damit glücklich.
Wir sind somit erneut über Los gegangen und haben Lehrgeld gezahlt.

Die Recherche im Internet zeigte das viele auch mit „einfachen“ PVC Radkappen Probleme haben. Denn wenn sich die Stahlfelge etwas bewegt (ich glaube es nennt sich walken) springt die Radkappe ab und liegt im Straßengraben.
Lustig ist, wenn man über Stellplätze läuft und sich die Beine der anderen Wohnmobile anschaut, wie die Radzierblenden mit z.B. Kabelbindern fest gemacht werden. Auch eine Lösung, aber nicht unsere.

Die Lösung: Die „original“ Radzierblende von Fiat muss her. Diese fährt tausendfach rum, ist mit der Felge verschraubt und hat sich bewährt. Diese hat nur ein Problem, sie gefällt uns nicht! Evtl. im Winter auf Stahl mit Winterreifen. Der Gedanke Alufelgen anzuschaffen liegt nah.

Nach einer Internet Recherche zum Thema, Traglast, Größe, ABE, Eintragung usw. habe ich die Reifenhändler in der Umgebung Viersen und Mönchengladbach durch telefoniert. Diese haben wenig Interesse gezeigt, etwas zu verkaufen oder ein Beratungsgespräch zu führen. Im Forum des NBEC hatten wir schnell Hilfe und sind auf die richtige Spur gekommen.
ARC, Goldschmitt, ORC usw. wurden uns empfohlen. Zwar ist bei einer 16“ Felge, die eine Tragkraft von 1250kg haben soll, der Markt nicht überfüllt, aber es gibt einiges im Angebot. Die finanziellen Mittel sind hier entscheidend. Auch bietet der Hersteller gern seine Hilfe an. NiBi ist ja immer perfekt im Teileservice und hat das aktuelle Modell da. Aber der Preis von über tausend Euro ist nichts für uns.

Auch gibt es eine sehr interessante Geschichte: Der Umbau von 16“ auf 17“ (www.wohnmobil-alufelgen.de) Herr Jenkewitz hat mir berichtet das es ein enorm besseres Fahrgefühl bringen soll und noch ein geringerer Reifendruck gefahren werden kann. Hochinteressant finden wir – kommt aber auf Grund der geografischen Lage „Süddeutschland“ und Preis für uns nicht in Frage.

Weitersuchen …… und wieder einmal im Forum hatte ein Kollege eine gute Idee. Firma KLS hatte ein paar Goldschmitt GSM1 Felgen zum Verkauf die zu unserer Preisvorstellung passen. Gekauft!

Leider auch hier nicht ohne Komplikationen, denn die Felgen brauchen „spezielle“ Radmuttern, die nicht im schnell versendeten Paket beilagen. Die Bemühungen des Verkäufers, die Schrauben zu besorgen haben sich gelohnt – nach 8 Wochen Wartezeit (Goldschmitt hatte auch keine mehr) haben wir unsere Alus, Gutachten und Radmuttern zusammen. Unsere Werkstatt des Vertrauens hat uns die Alus montiert und eingetragen. Der TÜV Prüfer hatte zwar Probleme die Felgennummer auf der Felge und dem Gutachten abzugleichen, aber das hat unsere Werkstatt mit Goldschmitt netterweise geregelt.

Jetzt sind sie drauf, die Goldschmitt GSM1 Alufelgen, die unseren Arto von 2007 gut aussehen lassen – wie wir finden. Denn sie passen besser zum Baujahr als die ganz modernen Alus.

Selbstverständlich kann es sein, dass ich einen Fehler bei der Montage der Alu Caps gemacht habe, dieser Bericht soll nicht negativ sein. Evtl. hilft es einem Kollegen bei der Entscheidung einen Fehler zu machen. Wir sind erst einmal happy und fahren stolz mit den Alus durch die Lande.

Einen Nachteil haben wir schon gefunden, die Alus dürfen nicht mit Schneeketten betrieben werden.
Ist Notiert!

 

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